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Was ist "Nutzhanf"?


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Nutzhanf – Pflanze mit vielen Einsatzmöglichkeiten

Weltweit gehört die Hanfpflanze zu den ältesten Nutzpflanzen, die zu zahlreichen Produkten verarbeitet werden kann. Sogar aus ökologischer Sicht ist Hanf wertvoll, gegen die Pflanze haben Schädlinge aufgrund des schnellen Wachstums keine Chance – Düngemittel und Pestizide sind damit überflüssig und die Umwelt wird geschont.
Bislang wird Hanf aufgrund des „schlechten Rufs“ noch selten in Deutschland angebaut. Eigentlich ist das erstaunlich, denn Nutzhanf (auch als Industrie- oder Faserhanf bezeichnet) ist in Deutschland heimisch und gehört zu den pflegeleichten Pflanzen.
Industriehanf verfügt über keinerlei berauschende Wirkung, da der THC-Gehalt unter 0,2 Prozent liegt. Angebaut wird er vor allem zu kommerziellen Zwecken wie der Gewinnung von Hanffasern. Dennoch ist sein Anbau meldepflichtig und mit strengen Auflagen verbunden. Landwirte und spezialisierte Unternehmen können aber ohne größere Probleme Hanf anbauen.

Geschichtliches zum Industriehanf

Schon im Altertum wurde Hanf sehr häufig verwendet. In Gräbern Chinas und Indiens konnten sich Hanfspuren finden lassen, damals wurden damit Seile und später auch Segel und Textilien hergestellt.
Ursprünglich stammt Hanf aus dem asiatischen Raum, von wo aus er sich schnell bis nach Europa ausbreitete. Im Mittelalter wurde Hanf neben Flachs zu einem bedeutenden Industriestoff. Dazu machten ihn seine Festigkeit, der einfache Anbau und die leichte Verarbeitung. Noch heute gibt es aus Hanf bestehende Säcke zur Aufbewahrung von Waren. Etwa im 20. Jahrhundert, mit dem wachsenden Konsum von Cannabis, wurde auch der Anbau von Faserhanf entweder verboten oder eben mit strengen Auflagen verknüpft.

Industriehanf und sein Anbau

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Die Gewinnung von Industriehanf ist strengen Vorschriften unterworfen. Rund 40 Sorten sind in Europa erlaubt, der Anbau darf nur mit kontrolliertem Saatgut und nach vorheriger Information bei den zuständigen Behörden erfolgen.
Faserhanf ist eine recht robust wachsende Pflanze, die jedoch ein warmes Klima benötigt. An den Boden stellt Hanf keine besonderen Anforderungen, wenngleich humose und nährstoffreiche Böden bevorzugt werden. Hanf verträgt keine Staunässe, vor allem Keimlinge werden dadurch schnell beschädigt.
Nach dem Ende der Kälteperiode – also etwa April bis Mai – wird die Hanf-Aussaat mit normalen Sämaschinen durchgeführt.
Die Ernte erfolgt dann zwischen August und Oktober durch spezielle Maschinen. Bei der Ernte werden im ersten Schritt mit Hilfe einer vorgelagerten Trommel Blüten und Blätter entfernt, aus welchen Hanföl und Kosmetikprodukte hergestellt werden. Mit einem umgebauten Maisgebiss werden danach die Stängel abgeschnitten. Sofern die Hanfsamen genutzt werden sollen, erfolgt die Ernte erst mit der vollen Reife (etwa im Oktober). Ansonsten wird Hanf im Spätsommer geerntet, denn dann können die Stängel aufgrund der vorherrschenden Temperaturen besser getrocknet werden.
Nach der Trocknung, die ungefähr zwei bis drei Wochen Zeit in Anspruch nimmt, lösen sich die Fasern von den Schäben. Aus den Fasern lassen sich Textilprodukte fertigen, die Schäben sind als Einstreu bei der Tierhaltung gut geeignet.

Hanf und seine Verwendungsmöglichkeiten

Hanfpflanzen können sehr vielseitig genutzt werden. Zur Verwendung kommen dabei eigentlich alle Bestandteile der Pflanze, weshalb sie weltweit in vielen Branchen zum Einsatz kommt.
In Europa wird der Anbau vor allem aufgrund der Gewinnung der Fasern durchgeführt, welche in der Textilherstellung sowie bei der Weiterverarbeitung von Werks- oder Kunststoffen genutzt werden.

Die Verwendung der einzelnen Pflanzenbestandteile

In der Nahrungsmittelindustrie werden die Hanfsamen genutzt, da sie sehr viele Nährstoffe wie gesättigte sowie einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren, Proteine, Vitamine (B6, E) und Mineralstoffe (Kalium, Kalzium, Magnesium) enthalten. Zum Einsatz kommen sie hier als Nahrungsmittel für Mensch und auch Tier. Doch nicht nur in direkter Form können sie verzehrt werden, auch Hanföl und Hanfmehl sind durchaus beliebt.
Die Kosmetikindustrie bedient sich vor allem dem aus den Samen gewonnenen Hanföl. Die enthaltenen Linolsäuren wirken wie ein natürliches Anti-Aging-Produkt und schützen zudem die Haut vor äußeren Einflüssen.
Hanffasern werden gern in der Textilindustrie genutzt. Neben Bekleidung werden aus den Fasern auch Vliese oder technische Textilien hergestellt, zumal die Bekleidungsindustrie noch nicht lange mit Hanf arbeitet und Kleidung aus Hanffasern zu den Nischenprodukten gehört.
Auch in der Bauindustrie sind Hanffasern vor allem in Naturdämmstoffen sowie technischen Filzen und Vliesen zu finden.
Selbst die Papierindustrie nutzt Hanf zur Herstellung von Spezialpapier. Besteht ein Papier zu einem hohen Anteil an Zellstoff aus der Hanfpflanze, handelt es sich um Hanfpapier. Die Reiß- und Nassfestigkeit ist deutlich hochwertiger verglichen mit Papier aus Holz, die Produktionskosten sind allerdings auch deutlich höher. Hanfpapier wird deshalb nur sehr selten verwendet und kommt beispielsweise bei der Herstellung von Banknoten zum Einsatz.

Die rechtliche Situation in Deutschland – Ist Nutzhanf legal?

In Deutschland ist es Privatpersonen verboten, Hanf anzubauen. Es spielt dabei keine Rolle, ob der THC-Gehalt niedrig oder ob es eine weibliche oder männliche Pflanze ist. Wer als Privatperson dennoch Hanf anbaut, verstößt gegen das Betäubungsmittelgesetz und muss mit einer Verfolgung durch die Strafbehörden rechnen. Auch ein Anbau als Zierpflanze ist nicht erlaubt.
Seit dem Jahr 1996 ist es Unternehmen der Landwirtschaft im Sinne des § 1 Abs. 4 des „Gesetzes über die Alterssicherung für Landwirte (ALG)“ mit Betriebsflächen der in § 1 Abs. 2 und § 1 Abs. 5 ALG genannten Mindestgrößen erlaubt, Industriehanf anzubauen.
Folgende Unternehmen dürfen entsprechend des Gesetzes keinen Hanf anbauen:

  • forstwirtschaftliche Unternehmen
  • Unternehmen des Garten- und Weinbaus (einschließlich Gärtnereien)
  • Unternehmen der Fischzucht und der Binnenfischerei
  • Unternehmen der Teichwirtschaft
  • Imkereien
  • Unternehmen der Wanderschäferei

Informationen rund um das Thema sowie entsprechende Formblätter zur Anbauanzeige und Erklärung der Blüte sind bei der „Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung“ erhältlich.
Grundsätzlich ist es Privatpersonen und Organisationen erlaubt, sich für die Übernahme der Anmeldung eines Feldes und für dessen Betreuung einen Bauern zu suchen. Es ist inzwischen nicht mehr notwendig, den Abnehmer vorher festzulegen. Angebaut werden dürfen lediglich Sorten, die durch die EU lizensiert worden sind. Die Ausbringung von selbst gewonnenem Saatgut ist ebenfalls verboten, denn dieses kann sich von selbst wieder zu einem „normalen“ THC-Gehalt zurückkreuzen.
Soll Hanf für wissenschaftliche Zwecke angebaut werden, dann nur nach Genehmigung des „Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)“.
Erlaubte Hanfsorten
Insgesamt sind – wie bereits erwähnt – 40 Hanfsorten für den Anbau zugelassen. Unter anderem gehören dazu:

  • Armanca
  • Beniko
  • Cannakomp
  • Delta-405
  • Fedora 17
  • Ivory
  • Lovrin 110
  • Santhica 23
  • Silvana
  • Tygra
  • Uso-31
  • Villanova
  • Wojko
  • Zenit

CBD (Cannabidiol) – Interessanter Wirkstoff in Hanf

Schon seit mehr als 5.000 Jahren wird die Hanfpflanze medizinisch genutzt.
Besonderes Augenmerk legen Wissenschaftler auf Cannabidiol, welches ein nicht-psychoaktiver Wirkstoff ist. Ihm werden antientzündliche, antiepileptische und antischizophrene Eigenschaften nachgesagt. Dabei scheint CBD keine Nebenwirkungen hervorzurufen, die positiven Erfahrungsberichte nehmen stetig zu.
Da der THC-Gehalt in CBD-reichem Hanf sehr niedrig ist, darf er für die Gewinnung des Wirkstoffs angebaut werden. Zu finden ist Cannabidiol vor allem im oberen Drittel der Pflanze und in den Blüten. Die Pflanzenteile werden entweder extrahiert oder für Auszüge in Öl eingelegt. Vor allem bei der CO2-Extraktion, einem hitzefreien Extraktionsverfahren, wird ein besonders hochwertiges CBD gewonnen.
CBD kann dabei aus medizinischer Sicht bei verschiedenen Problemen wie

  • Schlafstörungen
  • Stress und Burn out
  • Angststörungen
  • Entzündungen und damit einhergehende Schmerzen
  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Übelkeit und Erbrechen

zum Einsatz kommen. Auch als Antioxidans scheint CBD wirken zu können, wodurch die Zellen geschützt werden.
Bislang sind Erkenntnisse über die medizinische Wirkung und die kompletten Einsatzmöglichkeiten von CBD noch nicht ausreichend gesichert und nur durch Erfahrungen von Anwendern belegt. Es müssen noch viele Studien folgen, um genauere Aussagen in Bezug auf die Wirksamkeit zu treffen. Es lässt sich aber jetzt schon sagen, dass Hanf in Bezug auf die Anwendung im medizinischen Bereich durchaus Potenzial zu haben scheint.

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